Aktuelles

11.04.2010

Start zur Intersport Eybl Trophy in Wien-Leopoldsdorf

 

 

 

 

 

 

Tour-Trans-Austria

 

Am Sonntag geht es also für das Team "Intersport Eybl" los.

 

Sven Lintschinger (Rad AL, Eybl MH) und Thomas Reischütz (Sportberater Eybl WN) starten bei derTour-Trans-Austria. Ein Teambewerb für Radamateure in 7. Etappen durch

Österreich.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren und die zwei sind hoch motiviert. Sven belegte am Sonntag beim Wildon-Radmarathon über 163 Km den 15. Gesamtplatz und Thomas hat seit dieser Woche 11.000 Trainingskilometer in den Beinen.

Wir werden euch täglich über dieses Rennen am laufenden halten und euch unsere Eindrücke näher bringen.

 

In diesem Sinne: "Keep on rolling"

 

 

 

1. Etappe Tour-Trans-Austria

 

Kirchberg in Tirol nach Neukirchen am Großvenediger, 121,91Km, 2434 Hm

 

Auftakt zur 1. Tour-Trans-Austria für das Intersport Eybl Team.

Nach der Ankunft am Samstag und den Wetterprognosen für Sonntag,  mussten wir uns auf einen kalten und nassen Tag einstellen.

 

06:00 Uhr Tagwache, Nieselregen und 5 Grad. 

 

 

Pünktlich um 09:00 Uhr erfolgte der Start und das Wetter wurde nicht besser, im Gegenteil es begann stärker zu Regnen und durch den Fahrtwind war die gefühlte Temperatur auch nicht besonders hoch.

 

Das Rennen war die ersten 15 Km neutralisiert, erst vor einem knackigen Anstieg nach Hopfgarten erfolgte der offizielle Start. Sofort trennte sich die Spreu vom Weizen.

Nach dieser ersten Härteprobe kamen die wirklichen Kraftproben noch auf uns zu.

 

Hinauf nach Alpbach mit bis zu 15% Steigung, über einen Zeitraum von 20 Minuten verbrauchte einige „Körner“. Aufgrund der Nässe und des Nebels war auch die Abfahrt ins Inntal nicht wirklich eine Erholung.

 

 

Aufgrund dieser Bedingungen zerreist das Feld, wie erwartet komplett sodass Thomas uns Sven die Anfahrt zum Gerlospaß alleine meistern müssen.

 

Gerlospaß

 

Der Gerlos ist von der Steigung nicht so Steil (im Schnitt 6%) aber die Länge von ca. 27 Km hat es in sich. Gezeichnet von den Strapazen (5 Grad, seit 110 Km nur Regen und sehr vielen verlorenen Körner) hörte Markus im Betreuerauto folgende Zitate:

 

Sven: „Oida wie weit is des no´!“

Thomas: „Des pock i ned!“

 

Am Gipfel angekommen folgt die letzte, sehr rasante Abfahrt nach Neukirchen und der Puls raste noch einmal kurz auf 200. Ein Fehler beim Anbremsen in einer Kurve zwang Sven kurz in den Acker auszuweichen. Zum Glück ist nichts passiert.

 

Die letzten flachen Kilometer hielt Thomas das Tempo sehr hoch um zu verhindern das von hinten noch Fahrer aufschließen können.

 

Glücklich und abgekämpft erreichten wir nach 04:38.20 das Ziel.

 

Unser erster Dank geht an Markus Rieß (Eule) der uns hervorragend betreut und ohne dem es bei diesen Bedingungen fast nicht durchführbar wäre. Weiters möchte sich Sven bei Christian Burgholzer für dessen spätabendlichen Massagen im Vorfeld bedanken ohne die der Knoten im Oberschenkel wahrscheinlich schon die Größe einer Melone hätte.

 

 

 

Ergebnis 1.Etappe

 

Team Herren

 

1. Jeantex/Stevens                 3:57.52,7

2. Seeberger                          4:05.10,0

3. Giga-Sport Osttirol          4:09.11,3

4. Velux-Cycling-Team        4:17.17,5

5. Owc Oldenzaal                  4:21.33,8

6. Team Lightweight            4:33.20,6

7. Intersport Eybl                 4:38.20,0

8. Radon                                4:42.42,3

9. 2 Men Show                      4:51.17,6

10. Inline Kuriere Berlin     4:51.51,9

 

Für Interessierte gibt es alle Infos, Liveticker und Ergebnisse unter www.toutransaustriaat

 

Daumen halten für die 2. Etappe von Neukirchen nach Lienz, ja ja über den Großglockner.

 

 Mehr Bilder unter Photos

 

 

2. Etappe Tour-Trans-Austria

 

Neukirchen – Lienz, 131,94 Km, 2539 Hm

 

Das Highlight dieser Tour-Trans-Austria, führt uns in dieser Etappe über das Dach der Tour, dem Groß Glockner.

 

Wie jeden Abend fand auch am Sonntag die Pastaparty um 18:00 Uhr statt. In Neukirchen auf 2100 Meter Seehöhe, in der Bergstation der hiesigen 6-er Kabinengondelbahn.

 

Der Regen ist immer noch nicht weniger geworden und wir waren gespannt, was uns auf 2100 Meter erwartet.

 

 

Herrlich, Schneefall und -1 Grad, genau das Wetter welches man am Glockner am wenigsten brauchen kann.

 

Nach der Pastaparty folgten die Siegerehrung und die Übergabe der Leadertrikots.

 

Um 19:20 Uhr begann die Rennbesprechung für den folgenden Tag und die Rennleitung machte es kurz: „Die Sicherheit und Gesundheit der Teilnehmer steht im Vordergrund, somit wird die morgige Etappe ersatzlos gestrichen. Laut Auskunft der Polizei ist aus jetziger Sicht nicht einmal vorstellbar, dass die Glocknerstrasse überhaupt geöffnet wird. “

 

Kommentar Sven: „Supa und i war jetzt erst richtig stoark wuan.“

Kommentar Thomas: „Und i woit den Rekord vom Rohregger am Glockner brechen.“

Kommentar Eule: „Geh bitte, seits im Woid bled.“

 

 

Beim Verlassen der Bergstation haben wir dann noch ein Photo gemacht.

 

Programm für heute: Ausschlafen, mit dem Auto über den Felbertauern nach Lienz und Energie sammeln für die Dienstagsetappe.

 

Also „Keep on rolling“ und lasst euch den Montagmorgen nicht verderben, uns geht’s auch nicht besser.

 

3. Etappe Tour-Trans-Austria

 

Lienz nach Hermagor, 114,52 Km, 2445 Hm

 

Nach der Wetterbedingten Pause startete die heutige Etappe bei 9 Grad und Sonnenschein in Lienz. 5 Kilometer nach dem Start ging es auf die Pustataler Höhenstrasse und es warteten gleich die dicken Brocken auf uns. Steigungen mit bis zu 14%, sehr schnelle und enge Abfahrten verlangten uns alles ab.

  

Der letzte längere Anstieg hinauf ins Biathlonmekka Obertiliach fuhren wir in einer sehr guten Gruppe und konnten so das Tempo trotz starken Gegenwind relativ hoch halten.

  

Die letzten 35 Kilometer nach Hermagor schlossen die starken Italiener auf uns auf und wir fuhren ein Tempo bis zu 50 Kmh.

 

Nach einer Fahrzeit von 03:59:30 erreichten wir als 7. Team das Ziel und konnten somit auch unseren 7. Gesamtrang verteidigen.

 

Ein sensationelles Ergebnis wenn man bedenkt das Sven sich eine leichte Verkühlung geholt hat.

 

Unser heutiger Dank und Gruß geht an Herrn Kirchberger und Herrn Stejskal, welche viel Verständnis für eine solche Großveranstaltung gezeigt haben und durch dessen Unterstützung das Team Intersport Eybl ins Leben gerufen wurde.

 

 

 

4. Etappe Tour-Trans-Austria

 

Hermagor nach St. Michael/Lungau,

 

Armin Assinger eröffnete die Königsetappe um 09:00 Uhr bei 3 Grad und Sonnenschein in Tröpolach. Geschlossen fuhr das Feld bis Hermagor wo kurz vor dem ersten Anstieg das Rennen freigegeben wurde. Und dieser Anstieg hatte es schon in sich, mit Rampen bis zu 18% und einer Länge von 4 Km konnten wir uns schon ein Bild machen was heute noch auf uns zukommt. Erfreulicherweise gelang es uns das hinter uns platzierten Team gleich beim ersten Anstieg zu distanzieren.

 

 

Die Strecke führte weiter nach Bad Kleinkirchheim und es wurde einfach nicht flacher. Nach Bad Kleinkirchheim bogen wir ab auf die Nockalmstrasse. Ein Paradies für Radfahrer, da es eine sehr wenig befahrene Passstrasse ist. Einziger Haken an dem ganzen, es sind drei Pässe zu überwinden und das auf eine Länge von 24 Kilometer.

 

 

 

Schwierig in diesem Teil der Rennen war es die Kraft richtig einzuteilen. Ein weiteres Handicap war die Bekleidung. Trotz Sonnenschein war die Luft auf 2000 Meter nicht nur sehr dünn sondern auch sehr kühl. Durch die Verkühlung von Sven waren auch seine Kräfte relativ rasch am Ende und es verlangte Thomas alles ab um ihn weiter zu motivieren. Durch die Betreuung von Markus wussten wir natürlich auch immer über unseren Vorsprung auf das 8. platzierte Team Bescheid. Leider konnten diese ihren anfänglichen Rückstand wettmachen und es wurde ein spannender Zweikampf.

 

 

 

Daher hieß es für die zwei Jungs auch noch nach 05:30:00 Fahrzeit richtig hin zu halten um einen Vorsprung bis ins Ziel herausfahren zu können. Zum Glück gelang das Schlussendlich und wir brachten gute 2 Minuten durch sodass wir die Etappe nach nicht ganz 06:00:00 Stunden zu Ende bringen konnten.

 

 

Die ersten Worte nach der Zielankunft waren:

Sven: „Können die Deppen nicht einen Nockalmtunnel bauen.“

Thomas: „Fix Oida, Zeitfahren im Tunnel is leiwand!“

 

An dieser Stelle möchten wir einmal sagen, dass unser Erfolg auf unseren Teamgeist zurückzuführen ist und wir darauf mindestens so Stolz sind wie auf unsere Platzierung.

Natürlich gibt es auch heute wieder die tägliche Rubrik „heutiger Gruß“:

 

Dieser gilt Georg Kvasnicka, Portier bei Intersport Eybl Vösendorf, ein Rennrad Urgestein dem sicher auf der Zunge lag, als er von diesem Vorhaben hörte: „Es seits Trotteln.“

 

In diesem Sinne: „Keep on rolling.“

 

 

 

5. Etappe Tour-Trans-Austria

 

St. Michael/Lungau nach Ramsau am Dachstein, 81,42 Km, 1432 Hm

 

Nach den gestrigen 3702 Höhenmetern war die heutige Etappe ja fast eine Kinderjause.

St. Michael zeigt sich von der Seite welche man aus dem Wetterbericht kennt, Nebel und Temperaturen um den Gefrierpunkt.

 

Da heute nur eine Steigung auf dem Programm stand wurde vom Start weg ein sehr hohes Tempo gefahren. Kurz vor Tweng war das Feld schon sehr weit auseinander. Wir hielten uns an die abgesprochene Taktik und fuhren mit den hinter uns platzierten „Team Radon“ die Steigung nach Obertauern. In der rasanten Abfahrt nach Radstadt tankten wir unsere Energiespeicher mit Gel´s und Getränken ehe es dann nach Filzmoos und schlussendlich in die Ramsau ging. Wir machten heute sehr wenig Führungsarbeit und ließen die anderen Teams arbeiten.

 

Ab Filzmoos attackierte das „Team Radon“ permanent doch wir hatten Aufgrund unserer Taktik noch ausreichend Kraft diese mitzugehen. Aus einer 15er Gruppe blieben also nur noch wir vier übrig, wobei wir Aufgrund der gefährlichen Zieleinfahrt auf einen Sprint verzichteten.

Schlussendlich reichte es für den 9. Platz im Tagesklassement und wir verteidigten unseren 7. Gesamtrang.

Sven war im Ziel noch immer ganz verwirrt, wollte es doch in Obertauern wie gewöhnlich in die „Lürzer Alm“ abbiegen. Thomas meinte im Ziel: „Bam oida, i hob da gsogt, gfeiert wird in Velden.“

 

Nach der Körperpflege und einer Massage werden wir den Tag mit einem grandiosen Ausblick auf den Dachstein ausklingen lassen.

 

Unser heutiger Gruß gilt allen sportbegeisterten Mitarbeiter und Kollegen. Wir können euch nur raten einmal so einen Event mitzumachen.

6. Etappe Tour-Trans-Austria

 

Ramsau am Dachstein nach Murau, 76,83 Km, 1362 Hm

 

Die heutige Etappe war nicht zu unterschätzen. Es galt, vollste Konzentration auf das „Team Radon“ und der Verteidigung unseres 7. Platzes.

Die ersten 25 Kilometer waren heute leider wieder neutralisiert, Grund dafür, wir mussten 3 Mal einen Bahnübergang queren und um die Fairness zu bewahren lotste man alle Teilnehmer gleichzeitig über die Schienen.

 

Schwierig waren heute wieder die tiefen Temperaturen und auch der neutralisierte Start, da die Körpertemperatur eher abkühlte als umgekehrt. Markus steckte uns am Start noch eine Trinkflasche mit warmen Powerbar in den Flaschenhalter, um nicht komplett auszukühlen. Nach 25 Kilometer erfolgte der offizielle Start und auch die einzige Steigung. Diese Steigung auf den Sölkpass ist 25 Kilometer lang und im ersten und letzten Teil richtig Steil.

 

Wir gingen in einer Gruppe mit 20 Fahrern in den Anstieg. Diese Gruppe zerfiel erwartungsgemäß wieder und am Gipfel waren wir zu fünft für die Abfahrt. Wieder hielten wir uns aus der Führungsarbeit heraus und schafften es einige vor uns liegende Fahrer wieder einzuholen. Die sehr rasante aber gefährliche Abfahrt nach Murau war wieder gespickt mit Attacken des Teams „Radon“. Wieder gelang es uns diese mitzugehen und somit keine Zeit zu verlieren.

 

Sehr überrascht waren wir im Ziel als uns Markus sagte, dass das bis gestern weit vor uns platzierte Team „Owc Oldenzaal“ einen Defekt hatte und im Klassement sehr viel Zeit verloren hat. Das heißt wir sind weiterhin auf Platz 7. bei den Herren Teams, mit einer Gesamtfahrzeit von 19:49.36, nach wie vor mit einem Vorsprung auf die 8. platzierten vom 06:16 Minuten aber jetzt nur noch mit einem Rückstand von 10:16 Minuten auf Platz 6.

In Gesamtklassement der Teams sind wir auf dem 14. Gesamtrang.

 

 

Diese Bild werden wir morgen auch wieder sehen, das Team „Radon“ arbeitet und wir werden unseren 7. Platz verteidigen. Gott sei dank sind wir in dieser Ausgangsposition, denn es ist die leichtere.

 

Der Spruch des Tage:

In Anlehnung an den Defektteufel beim Team „Owz Oldenzaal“.

Sven: „Ja, ja eine Rundfahrt dauert eben 7 Tage.“

Thomas: „Der hat auch die Weißheit mit den Löffel gfressn´, wos!?“

 

 

 

 

7. Etappe Tour-Trans-Austria

 

Murau nach Velden, 105,55 Km, 1598 Hm

 

Um 09:00 Uhr Start zur letzten Etappe der Tour-Trans-Austria von Murau nach Velden am Wörthersee. Eigentlich sind wir am Ende unserer Kräfte aber heute gibt es nur ein Ziel: Die Verteidigung des 7. Platzes.

 

Bis zum Höchsten Punkt auf 1400 Meter, in Flattnitz fuhren wir in der zweiten Gruppe mit. Das Tempo war extrem hoch und es schaute nach einem 35er Schnitt am Ende der Etappe aus.

  

In der sehr gefährlichen Abfahrt nach Feldkirchen löste sich das Feld auf und es bildeten sich einzelne Gruppen. Es gelang uns wieder mit dem Team Radon mitzufahren und uns aus der Tempoarbeit herauszuhalten. Am letzten Anstieg, den Ossiacher Tauern wurde von allen Teams noch einmal attackiert und leider gelang es uns diesmal nicht die Tempoverschärfung mitzugehen. Am allerletzten Anstieg mussten wir das Team Radon ziehen lassen und schauen, das wir in der Abfahrt nach Velden nicht zuviel Zeit verlieren.

 

 

 Nach einer Fahrzeit vom 03:13,24 kamen wir schlussendlich nur 45 Sekunden hinter dem Team Radon ins Ziel und erreichten einen Schnitt von 33,13 km/h.

Wir konnten das Rennen mit dem 7. Platz bei den Teams Herren und dem 14. Gesamtrang bei den Teams beenden.

Die ersten Worte von Sven im Ziel: „Ich glaub, ich fahr jetzt 3 Jahre nicht mehr Rad, ich such mir ein neues Hobby: Modelbau!!!“

Thomas: „Ja aber vorher müssen wir noch mit dem Rad nach Wien.“

 

Schwer gezeichnet und mit letzter Kraft schafften wir es gerade noch ins Zimmer. Nach dem Duschen und einem kurzen Nickerchen werden wir uns, verdienter weise, noch 1, 2 Bier genehmigen.