Ein Guide für alle, die damit spekulieren, mit Golf zu beginnen.
Denn: Ein potentieller Golfeinsteiger hat gegen mehrere Vorurteile zu kämpfen, die sich aber allesamt leicht entkräften lassen.
1. Golf ist nicht teuer: Es gibt Clubs, wo die Einschreibgebühr und die Jahresmitgliedschaft gemeinsam um rund 300 Euro zu haben sind. Es gibt auch Clubs,
wo man probeweise für ein geringes Entgelt ein Jahr dabei ist, und sich erst dann endgültig entschließen muss.
Rechnet man die Kosten für die Golfausrüstung dazu (die ja dann einige Jahre hält), kommt man etwa auf jene Kosten, die ein begeisterter Skifahrer in sein Hobby investiert. Mit einem gewaltigen
Vorteil: Golf ist sogar in Österreich ein Ganzjahressport, Skilaufen nicht.
2. Golf ist kein exklusives Vergnügen, das auf die oberen Zehntausend beschränkt ist, schon allein rechnerisch nicht. Laut Statistik des Österreichischen Golfverbandes ÖGV gibt es in
Österreich knapp 100.000 Golfer, und diese Zahl wächst jährlich um etwa zehn Prozent. Zudem reicht die Bandbreite der Clubs vom Beinahe-Privatclub bis zur hemdsärmeligen öffentlichen Anlage.
Einige Clubs in Österreich haben neben ihren 18-Loch-Anlagen, die ausschließlich Golfern mit Handicap zur Verfügung stehen, so genannte Kurz- oder Kompaktplätze gebaut.
3. Golf ist für jedes Alter geeignet. Es ist nie zu früh, damit zu beginnen. Und es ist nie zu spät, es zu erlernen. Kinder können mit vier, fünf Jahren die ersten Bälle spielen. Und
die stetig wachsenden Seniorentouren in Österreich zeigen, dass man bis ins hohe Alter eine Riesenhetz bei diesem Sport haben kann. Zudem belastet Golf den Bewegungsapparat deutlich weniger, als etwa
Tennis.
Zudem ist auch der soziale Aspekt nicht von der Hand zu weißen. Ein Pensionsschock bleibt Ihnen bei Golf garantiert erspart!
Logisch, dass ein durchtrainierter 20jähriger bessere Voraussetzungen hat als ein 50jähriger Bürohengst, der die letzten 25 Jahre nur hinter seinem Schreibtisch verbracht hat. Doch ein geschickter
Golflehrer kann da einiges erreichen.
4. Golf ist ein Sport: Man kann es durchaus mit dem gleichen Ehrgeiz betreiben wie Tennis oder Joggen, kann stundenlang auf der Driving-Range üben, Krafttraining machen und mit
gesunder Ernährung das Beste aus seinem Körper herausholen. Ehrgeizlinge werden schnell grandiose Erfolgserlebnisse verspüren. Doch auch Menschen, die es gemütlich angehen, haben in relativ kurzer
Zeit Spaß am Spiel: Sobald der Ball einmal fliegt, hat man das schlimmste hinter sich.
Gut: Der Vergleich mit Tennis oder Fußball hinkt ein wenig. Die Action läuft bei Golf auf einer anderen Ebene ab, quasi auf höchster Ebene. In kaum einer anderen Sportart spielt das Mentale eine so
bedeutende Rolle. Im Tennis kannst du mit Kampf wieder ins Spiel zurückfinden, doch wenn du beim Golf nicht willig bist, nützt keine Gewalt.
Noch einen kleinen Nachsatz zum Konditionellen: Wer glaubt, dass Golf nicht anstrengend sein kann, sollte einmal ein Runde im Tiroler Seefeld, im GC Adamstal oder auf dem Golfplatz von Pichlarn in
der Steiermark drehen: Vier Stunden bergauf und bergab zu marschieren sind im Sommer kein Lercherl.
Wer jetzt noch verzweifelt nach Ausreden sucht, um es nicht einmal versuchen zu müssen, ist für den Golfsport besser geeignet, als er denkt: Nirgendwo haben Sportler für ihre schlechte Tagesform oder
schlicht für misslungene Schläge mehr Ausflüchte im Köcher als bei Golf.
Für alle, die sich schon für einen Versuch entschieden haben, gibt es auf den Unterseiten der jeweiligen Golfclubs auf unserer Homepage die ersten Appetithappen.